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Sommerkinder - Das Programm für die „Großen“

In den altersgemischten Gruppen der Zaunkönige lernen die Kleinen von den größeren Kindern. Doch wie bekommen die älteren Kinder neben den alltäglichen Herausforderungen in der Kita die Förderung, die sie brauchen? Für sie hat das Team der Zaunkönige das Sommerkinderprogramm entwickelt.  

Was sind die Sommerkinder? Zu den Sommerkindern zählen alle, die zum kommenden Schuljahr eingeschult werden können. In der Regel sind das etwa zehn Kinder. Für diese Kinder finden an drei Tagen in der Woche für rund eine Stunde besondere Angebote statt. Diese Angebote sollen die Kinder auf den näher rückenden Schulalltag vorbereiten, sie sollen jedoch kein straffes Vorschulprogramm sein. Weil sich der Begriff Sommerkinder schon seit einigen Jahren etabliert hat, sind die Kinder stolz, wenn sie „endlich“ dazugehören. Ab und an darf auch mal ein drei- oder vierjähriger Zaunkönig bei den Sommerkindern reinschnuppern. Von den Sommerkindern eingeladen zu werden, ist für die jüngeren eine große Ehre.

 Das Programm der Sommerkinder umfasst im Wesentlichen fünf Bereiche:

1. Mit graphomotorischen Übungen werden die Kinder auf das Schreibenlernen vorbereitet. Den Schwung gebogener Buchstaben üben sie zum Beispiel mit dem Finger auf einer Fläche Rasierschaum – ein großer Spaß!

2. Selbstbewusstseins- und Selbstbehauptungstraining Wie gehen wir miteinander um? Wer verinnerlicht hat, hat es in der Schule leichter. Die wichtigsten Regeln erarbeiten sich die Sommerkinder selber: Mund zu und Ohren auf. Wer etwas sagen will, muss sich melden. Im Kreis sitzt jedes Kind für sich alleine und ganz wichtig: Keiner lacht den anderen aus.

Die Kinder üben, sich vor der Gruppe selbstbewusst darzustellen. Aber sich abzugrenzen, wenn es notwendig sein sollte, zum Beispiel auf den Schulweg. Sie lernen „Nein“ zu sagen und sich mit einem Schienenbeintritt zu verteidigen. Teil des Trainings ist auch das anerkannte pädagogische Programm „Faustlos“, mit dem Empathie und der Umgang mit Ärger und Wut geübt werden.

3. Körper und Sinne heißt der Bereich, in dem die Kinder die Sinnensorgane besprechen. Hier stellen die Kinder die Fragen: Wieso muss ich atmen? Wie sehen wir von innen aus? Die Fragen werden mit Hilfe einer Tom Torso genannten Puppe gemeinsam mit den Kindern beantwortet. Daneben sollen die Kinder lernen, auf ihren eigenen Körper zu hören und zu entspannen. Was passiert, wenn ich ruhig daliege? Kann ich meinen Herzschlag hören?

4. Philosophieren heißt ein Bereich des Sommerkinderprogramms, bei dem die Kinder frei sind, ihren Fragen nachzugehen. Und die haben es in sich. „Wer befüllt eigentlich die Meere?“ war zum Beispiel eines der anspruchsvollen Themen. Und auch die Frage, was passiert nach dem Tod wurde von den kleinen Philosophen schon diskutiert.

5. Die Verkehrserziehung ist für alle Sommerkinder verbindlich. Sie üben die Verkehrszeichen und machen in Zusammenarbeit mit der Polizei einen Verkehrsführerschein. Auch im Alltag üben die Sommerkinder das Verhalten auf der Straße. Auf Ausflügen oder dem Weg zu Spielplatz dürfen sie vorne gehen und darauf achten, dass die Gruppe zusammenbleibt. 

 

Ein Bildband von unseren Sommerkindern 2008/2009

 

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